Montag, 15. Juni 2009

Deutsche Geschichte im Ausland

Aus gegebenem Anlass nun mal ein ernstes Thema das mich irgendwie ziemlich bewegt hat.
Ich hab heute Abend mit meiner Familie am Tisch gesessen und mich unterhalten. Dabei sind wir über verschiedene Themen schießlich zum Nationalsozialismus gekommen.

Ich finde es ist ein seltsames Gefühl wenn irgendetwas, womit man sich sonst nur über die Nachrichten, politische Debatten oder Schulstoff auseinandersetzt plötzlich für einen selbst relevant wird.
Als ich mich mit der Frage, wie ich mich mit dem Nationalsozialsimus und dem 2. Weltkrieg auseinandersetze konfrontiert sah, war ich zuallerst ratlos.
Natürlich haben wir das in der Schule xmal durchgekaut aber irgendwie war es damals Schulstoff und Meinungen damals hatten keinen Einfluss.
Jetzt sitzen vor mir 3 Ecuadorianer ,die in keinster weise eine ähnlliche Erziehung erfahren haben, und sie wahrscheinlich auch nicht nachvollziehen können
Sie haben schließlich nie in Buchenwald gestanden und sich so bedrückt gefühlt wie wir alle in der 12. Klasse in Weimar...
Ich fand bis zu diesem Moment dass sich die deutsche Gesellschaft mehr als ausreichend mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzt.
Aber reicht es aus, wenn wir nur uns selbst immer wieder einhämmern, dass wir uns unserer Geschichte und Schuld bewusst sein müssen?
Ist es nicht viel wichtiger, dass Menschen aus anderen Ländern einen Wandel in Deutschland begreifen und nachvollziehen können ?
Sollten wir uns vielleicht nicht nur darauf konzentrieren, wie wir uns selbst sehen, sondern auch wie uns andere sehen.
Wir haben eine schlimme Vergangenheit, ja, aber ist es nicht langsam Zeit das wir zeigen, dass man eine neue Generation ist, die mit ihrer deutschen Vergangenheit umgehen kann statt nur noch ein größeres, noch ein abstrakteres Denkmal zu bauen?
Nur wie zeigt man das;
bei einer WM Flaggen schwenkend und feiernd ?
Ganz sicher nicht.
Eine elitäre Gesellschaft von Politikern, ein Kniefall in Warschau?
Eine bedeutsame Geste, aber trotzdem nur eine Geste.

Ich finde, es ist wichtiger, dass wenn immer wir die Möglichkeit haben, zu zeigen dass wir uns erholt haben, eine neue Zukunftsgewandte aufgeklärte Generation sind.
Wir haben nie Krieg geführt, wir haben nie jemanden verfolgt, aber wir werden nie vergessen.