Freitag, 27. Februar 2009

ja, er lebt noch !

So ich weiß ich schreibe zu wenig, aber ihr könnt euch sicherlich vorstellen dass hier auch viel passiert und ich deshalb wenig Zeit habe um zu schreiben.

Aber ich werd jetzt mal so gut wie möglich versuchen, alles zusammenzufassen und auf ein paar Sachen näher einzugehen und kann jetzt auch endlich Bilder hochladen!!!!

1.
Zuerst zu meinem Projekt, das war zuerst echt enttäschend weil ich quasi die erste Woche in dem Computerraum gefangen war, und diese alten Krücken repariert habe.
Dagegen konnte ich mich jedoch erfolgreich wehren und arbeite seitdem mit Basti zusammen als Englischlehrer. Das macht eigentlich wirklich Spass, es war nur die ersten Wochen noch sehr chaotisch, da der Stundenplan noch nicht feststand. Jetzt unterrichten wir seit 2 Wochen die 2. und 3. Klassen. Allerdings ist das Arbeiten mit den 2. auch eher unbefriedigend, wir lehren seit 2 Wochen Zahlen von 1-5 =)....
Ansonsten sind die andern Lehrer echt extrem nett, wir machen Lehrer-Basketballturniere( auf ecuadorianische Körbe^^ 2,20m Höhe DunkIns Baby!!!) und werden ständig zum Essen eingeladen. Wir sind jetzt auch ingesamt 6 Voluntäre: 2 Schweizer, 2 Deutsche und 2 Dänen, und so, wie ich das sehe, verstehen wir uns super (Faggots^^). So, die Cam hatte ich in der Schule noch net dabei, deshalb gibts davon noch keine Bilder.

2.
So nächstes Thema, das ganze Gefeiere, dazu kann ich sagen es kommt nicht zu knapp...und billig ist es.
Unser Stammlokal bietet z.B. den >Liter< !!!! Long-Island-Ice-Tea für 3,50$ an.
Alternativ dazu gehen wir ins Mongo's, um uns so richtig den Paansen voll zu schlagen, für 12$ All you can eat/drink (alkoholische Getränke included) mit feinsten mongolischen Essen. Man kann sich die rohen Zutaten aussuchen und die werden vor deinen Augen auf einem großen Schild gegrillt. Echt Geil !




Ansonsten ist auch noch ne Bierbar mit eigenem Zapfhahn am Tisch und All you can Drink für 5 Dollar ganz nett.
Soweit zum Vorglühn, danach gehts meistens ins Wiener's tanzen, wo Cocktails und Frauen billig sind (Scherz, also nicht bei den Cocktails). Da läuft meistens ne Mischung aus Salsa, Merengue, Reggaeton und europäischem Electro.
Außerdem trifft man hier auch auf die anderen Voluntäre, die schon seit einem halben Jahr hier sind. Wir tanzen hier echt viel, und es macht echt voll Bock, zumal man sich nicht ganz so hölzern vorkommt wie in Kuba, da Ecuadorianer nicht ganz so congenial tanzen können, aber schon gut.
Ach so, was ich vergessen habe, alle genannten Lokalitäten befinden sich in der Mariscal, dem Partybezirk von Quito.
Das einzige, was nervt, ist, dass ich so weit außerhalb wohne und immer 3-5 Dollar fürs Taxi zahlen muss. So Far So Good zum Feiern in Quito, nun folgt der 3. Streich, das Reisen.

3.
Bis jetzt waren wir in Papallacta, Banos( hab keinen Nerv das "Enne" rauszusuchen) und Montanita.
Papallacta war ein Tagesaussflug zu den heißen Quellen, das war ganz OK nur für den Preis nicht vertretbar...




In Banos waren wir über ein normales Wochenende.
Dieser Ort wir das Tor zum Dschungel genannt, es ist in der Nähe zu den Amazonas-Quellen und die Natur ist echt unbeschreiblich schön. Wir waren Raften, sind mit Hot-Rods durch die Pampa gedüst und haben Wasserfälle besichtigt.
Überschattet wurde das ganze allerdings von meiner, durch die heißen Quellen zugezogenen, Grippe, Moskitos mit knuffiger Malaria und meiner ständigen Todesangst vor Penisfischen (besonders beim Raften^^). Feiern ging da auch ganz gut, es war allerdings nichts besonders Erwähnenswertes dabei.

Kommen wir nun zum geilsten Urlaub:
Montanita, Bitches !!!!!
Montanita ist hart im Süden an der Küste und gilt als einer der besten Surfspots in Südamerika. Es eigentlich ein recht kleiner Ort und echt traumhaft.
Die Häuser sind fast alle aus Holz und Bambus gebaut und überall rennen Aussteiger und Surfer rum, verkaufen Schmuck, sitzen am Straßenrand zusammen, spielen Gitarre und singen.
Und der Straaaaaaand, extrem pulvriger Sand, hohe Wellen und pralle Sonne.
Nur die Strömung ist echt gefährlich, man kann nicht zu weit raus, sonst wird man rausgezogen und kann nicht mehr an Land schwimmen.
Dadurch, dass wir über das Carnevalwochende da waren, war extrem viel los, wir hatten Problem, noch ein Hostal zu finden, deshalb haben wir dann alle in einem Zimmer geschlafen.
Das Essen war ebenfalls göttlich: Muschelstände an den Straßenränder, Huevitos (kleine frittierte und gezuckerte Teigbällchen), frisches ganzes Obst ( Mangos, Kokosnüsse, Maracujas, Ananas und noch so vieles mehr), überall Camarones (Shrimps) und dann noch Ceviche, eine Fischspeise mit Zwiebeln, Paprika und Tomaten in Limettensoße. Als Frühstück gabs die langersehnte Butter und Marmelade (habe beides, seitdem ich aus Zellhausen weg bin, nicht mehr gegessen), Eier, Früchte, Melonensaft und richtigen Kaffee!

Abends war es auch extrem geil, wir waren in Clubs mit Live Musik (richtige gute Rock Classics) und danach Tanzen, Tanzen, Tanzen.
Wir haben sogar ein kleines Lokal gefunden, in dem Ecuadorianer auf Deutsch geflucht haben, Seed lief und Deutschlandfahnen hingen =).
Am letzen Abend waren wir in einer Disco am Strand, haben getanzt, sind danach nacktbaden gegangen, wieder in den Club und dann später an den Strand mit ner Flasche Rum und da bis in die Morgenstunden gesessen.
Danach recht übermüdet auf die 13 stündige Heimfahrt, während der ich nicht eine Minute schlafen konnte, um fünf Uhr morgens ankommen und quasi direkt wieder ins Projekt ... herrlich!












So jetzt bin ich wieder hier in Quito und konnte erstmal feststellen, dass ich mein Budget doch ein wenig überzogen habe, deshalb wird es nächsten Monat wohl eher weniger Reiseberichte geben....

Ich hoffe, ich konnte ihnen heute zeigen, dass gute Biokost nicht zwangsläufig teuer oder schwer sein muss und ihre Neugier für einige Zeit zufrieden stellen...

Jan